KV 1 Butjadingen
Mittwoch, 3. April 2013 - 23:27 Uhr
Wilhelm Ruch verstorben

93 jährig noch beim Länderkampf dabei gewesen
WBö Blexen, Im Alter von 94 Jahren ist Wilhelm Ruch am Karfreitag verstorben. Geboren ist er am 23. Dezember 1918, am gleichen Tag wie Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Nach seiner Schulzeit unter anderem bei Lehrer Edo Pille ging er zunächst in die Landwirtschaft. Mit 18 Jahren kam er zum Arbeitsdienst . wurde anschließend Soldat und kam erst 1948 aus der Kriegsgefangenschaft wieder nach Hause. Gezeichnet von den Kriegswirren und abgemagert wog er nur noch 45 Pfund. Arbeitsmäßig war er dann im Tiefbau tätig. Er heiratete 1948 Hilde, geborene Gronewold, und sie bekamen die Zwillinge Inge und Hannelore sowie Sohn Jürgen. Seine sportliche Fähigkeiten stellte er schon früh unter Beweis. Er war ein guter Handballer und Friesensportler. Für eine Klootschießer-Länderkampf-Teilnahme reichte es nicht ganz, da er seine besten Jahre im Krieg verbrachte. Mehrmalige Verbandsmeistertitel im Friesischen Klootschießerverband (FKV) sollten aber folgen. Er wurde Vorsitzender in Blexen und Bahnweiser im Kreisverband Butjadingen und im Landesverband Oldenburg. Bis zuletzt war er im Verein Blexen für die Geräte zuständig, und wenn eine Boßelkugel verloren ging, holte er seine langen Fischer-Stiefel und begab sich auch noch mit über 90 Jahren in den Graben , um die Kugel zu suchen. Durch seinen unermüdlichen Einsatz war er in unzähligen Vereinen und Verbänden Ehrenmitglied. Bis ins hohe Alter hielt sich der Verstorbene am liebsten in der Natur auf. Er pflegte seinen großen Garten, und hatte stets die ersten und besten Kartoffeln. Er betrieb im Watt Fischfang oder war mit den Boßlern unterwegs. Seine sportliche Begeisterung gab er an die Kinder und Enkel weiter. Inzwischen zählt Enkel Ludger zu den Oldenburger Stützen bei den Junioren. Stolz war Wilhelm Ruch , als dann Enkel Ludger beim Feldkampf am 4./5. Februar im Vorjahr in Utgast, im Oldenburger Länderteam bei den Junioren und Männer zum Einsatz kam. Wilhelm Ruch inzwischen 93 jährig, marschierte noch über die Weiden in Utgast, und lies sich das große Klootschießerspektakel nicht entgehen. Aber auch ihm war das Talent in die Wiege gelegt worden. Bereits sein Opa Wilhelm Thaden stand 1883 in der Mannschaft des Stadland- und Butjadinger Landes, die mit „50 Träe“ gegen die starken Jeverländer siegreich blieben. Die Trauerfeier beginnt am Donnerstag dem 4. April um 10.30 Uhr in der Blexer Kirche.
Donnerstag, 7. Februar 2013 - 13:14 Uhr
Vor einem Jahr: Die Oldenburger Klootschießer im Freudentaumel

WBö Utgast, Vor einem Jahr stand bei idealem Bilderbuchwetter der Vergleich der Klootschießer bei den Jugendlichen, Junioren und Männern in Utgast, Kreisverband Esens an. Groß der Jubel im Oldenburger Lager nach zwei Tagen toller Feldkampfatmosphäre, denn alle drei Ländervergleiche gewannen die Oldenburger. Die Jugend mit 3 Schoet, die Junioren mit 90 Meter und die Männer im „Krimi“ mit 1,20 Meter. Gerade bei den Männern knisterte es in der Endphase bei der Entscheidung zwischen den beiden Teams auch mit einer Besonderheit:
Der Feldobmann der Oldenburger, Hinny Harms gibt eine Auswechslung bekannt. Ludger Ruch (Mentzhausen) geht raus, dafür kommt Sören Bruhn (Grabstede) rein, mit der Maßnahme den Wurf noch vor dem Wall, zehn Meter zurück zu legen. Für einen langen Anlauf wurde dort das Brett aufgebaut. Zuvor waren aber noch die Ostfriesen, auch noch vor dem Wall, an der Reihe. Der optimale Wurf sollte zum Umdenken führen. Diskussionen standen bei den Oldenburgern, um Hinny Harms, so auch mit Hans-Georg Bohlken an. Mit der Maßnahme, es sollte kein Meter „verschenkt“ werden. Jetzt das Brett über den Wall rüber und aufgebaut. Hier ist dann nur ein kurzer Anlauf möglich. So etwas liegt Sven Büsing (Mentzhausen). Somit nimmt man Sören Bruhn, ohne einen Wurf gleich wieder raus und Sven Büsing löst seine Aufgabe bestens. Der letzte Wurf muss die Entscheidung bringen. Timo Petznik (Grabstede) gibt sich selbstsicher und flüchtet. Die Kugel wird gestoppt. Trotzdem der Siegesschrei im Oldenburger Lager. Der Kloot ist beim Abmessen ein Meter und Zwanzig Zentimeter weiter als der Kloot von den Ostfriesen und an eine Wiederholung braucht im Siegestaumel nicht mehr gedacht werden. Für die Oldenburger war es bei den Männern der 4. Sieg in Folge, und erstmals konnten sie alle drei Wettbewerbe an einen Veranstaltungswochenende gewinnen. Das gelang den Ostfriesen auch schon einmal, 1994, am 19.2. in Seefeld mit den Junioren und der Jugend, und einen Tag später am 20.2. mit den Männern in Schweewarden. Der nächste Feldkampf auch wieder im Kreisverband Butjadingen. Diesmal in Stollhamm. Ein gutes Omen für die Ostfriesen?. Bleibt die Frage zählt das Einwechseln von Sören Bruhn als Feldkampfeinsatz? Feldobmann Hinny Harms sieht das durchaus so. Harms: „ Das er gleich wieder rausgenommen wurde dafür kann der Junge ja nichts.“ Vielleicht noch nie vorgekommen in der Länderfeldkampfgeschichte, steht beim Oldenburger Jugendwart Bernd Tapkenhinrichs eine andere Meinung an: „ Erst mit dem flüchten übers Brett zählt der Feldkampfeinsatz.“ Ob jetzt noch unmittelbar ein Feldkampf, in Stollhamm, ansteht, scheint wegen der Großwetterlage wohl mehr als fraglich. In der Länderkampfgeschichte war der 19./20. Februar schon ein später Termin im Winter. Der erste Vergleich zwischen Oldenburg und Ostfriesland stand am 28.1. 1937 in Hohenberge/Varel an. Die Ostfriesen gewannen mit ganzen 4 ! Metern. Dann nach dem Kriege 1948 der 2. Vergleich, von der Jahreszeit mit dem 25.2. der bisher späteste Termin. Auch da setzten sich die Ostfriesischen Klootschießer, mit einem Schoet, durch.
Im ewig „jungen Duell“ haben in allen drei Altersklassen, wenn auch die Oldenburger Männer in den letzten Vergleichen mächtig aufholten, die Nase vorn.
Die Männerstatistik führt Ostfriesland mit 14 Siegen gegenüber 12 Erfolgen der Oldenburger an. Bei den Junioren Ostfriesland (10), Oldenburg (6) und bei der Jugend, Ostfriesland (20) und Oldenburg (13).
Mittwoch, 23. Januar 2013 - 16:59 Uhr
Pulverschnee gibt keinen Feldkampf her / Ergebnisse Trüllwettkampf

WBö Stollhamm, Nach der Vorwoche, auch an diesem Mittwochmittag, die gleiche Entscheidung, die Feldländerkämpfe Oldenburg – Ostfriesland wird es am kommenden Wochenende (26./27. Januar) nicht geben. Der Vorsitzende Ewald Haase, vom Ausrichter KBV Stollhamm: „ Eine schwere Entscheidung gerade heute bei diesem Bilderbuchwetter mit dem Sonnenschein und Windstille und den Minusgraden in der Schneelandschaft.“ Aber gerade dieser Schneefall am Montag sorgte für das erneute „Aus“. Vorsitzender Ewald Haase, nahm zusammen mit dem Landesbahnweiser Rudi Milbrandt, Meinert Cornelius, Bahnweiser im Stollhammer Verein, sowie Bürgermeister Rolf Blumenberg, das Gelände ab.
Unterschiedliche Schneehöhen bis zu 10 Zentimeter fand man vor. Zuvor standen schon Versuche an, den Schnee zu walzen, und als „Trippelwalzen“ Schafe einzusetzen. Das Problem ist der Pulverschnee. Haase: „ Das bringt nichts“. Auch Wurfversuche standen auf dem Feld an. Der Kloot blieb gleich liegen und der Trüll blieb aus.
Für die Absage zeigte im Gespräch auch der FKV Vorsitzende Jan-Dirk Vogts Verständnis. Vogts: „ Auf das Risiko für eine solche Großveranstaltung können wir nicht eingehen“.
Die Großwetterlage sieht zudem für das Wochenende nicht ganz rosig aus. Am Sonnabend der letzte Frosttag, könnte sogar Regen am Sonntag einsetzen. In der kommenden Woche sind dann wieder leichte Plusgrade angesagt, wo der Schnee schmelzen kann. Ob sich danach wieder der Kahlfrost einstellt, bleibt fraglich. Somit wäre wohl frühestens am 9./10. Februar der Vergleich zwischen Oldenburg und Ostfriesland möglich.
Ergebnisse Werfen mit Trüll vom 19.01.2013 in Stollhamm
Klootschießer-Auswahlwerfen KLVO 2012/13
Name Vorname Verein Jg. Kl.
5 Wurf mit Trüll
Bolles Leif Kreuzm. 97 Jug 81 69 74 83 74 381
Klockgether Eric Mentzh. 99 Jug 63 82 79 76 75 375
Meinjohanns Kai Ruttel 96 Jug 73 59 83 76 59 350
Dupicak Henrik Grabst. 95 Jug 68 76 75 52 72 343
Speckels Rene Abbehausen 97 Jug 62 68 72 65 73 340
Lehmann Torben Grabst. 96 Jug 60 68 61 78 67 334
Schüler Jonas Esensh. 98 Jug 64 55 66 72 72 329
Kilian Lukas Schweew. 98 Jug 50 53 56 66 55 280
Nünnemann Jonas Mentzh. 99 Jug 52 50 38 50 45 235
Ostendorf Hendrik Esensh. 95 Jug 0 0 0 0 0 0
Dörk Thorben Abbeh. 97 Jug 0 0 0 0 0 0
Cordes Thorben Büppel 97 Jug 0 0 0 0 0 0
Scholz Thilo Mentzh. 99 Jug 0 0 0 0 0 0
Büthe Rico Mentzh. 2000 Jug 0 0 0 0 0 0
Bohlken Bjarn Schweineb. 2004 Jug 0 0 0 0 0 0
Vogts Keno Grabstede 94 Jun 83 84 84 69 73 393
Büsing Sven Mentzh. 93 Jun 76 68 90 76 61 371
Ruch Ludger Mentzh. 92 Jun 82 83 63 67 70 365
Wulff Niklas Mentzh. 89 Jun 83 82 74 61 65 365
Bohlken Bernd-Georg Grabstede 91 Jun 0 0 0 0 0 0
Hattermann Daniel Grabstede 94 Jun 0 0 0 0 0 0
Petznik Timo Grabstede 91 Jun 0 0 0 0 0 0
Popken Dennis Grabstede 92 Jun 0 0 0 0 0 0
Rüdebusch Hendrik Halsbeck 90 Jun 0 0 0 0 0 0
Runge Stefan Kreuzm. 90 Jun 0 0 0 0 0 0
Runge Manuel Kreuzm. 92 Jun 0 0 0 0 0 0
Runge Christian Kreuzm. M 80 72 73 75 69 369
Müller Detlef Mentzh. 69 M 64 62 64 65 75 330
Bohlken Hans-Georg Schweineb. 62 M 0 0 0 0 0 0
Brunken Marcel Mentzh. 86 M 0 0 0 0 0 0
Schomaker Dirk Federws. 75 M 0 0 0 0 0 0
Wefer Tim Mentzh. 87 M 0 0 0 0 0 0
Witte Dirk Schweib. 64 M 0 0 0 0 0 0
Bohlken Karl-Georg Schweineb. M 0 0 0 0 0 0
Fröllje Thore Grabstede 75 M 0 0 0 0 0 0
Stindt Jens Spohle 75 M 0 0 0 0 0 0
Hemme Sascha Spohle 86 M 0 0 0 0 0 0
Freitag, 18. Januar 2013 - 11:52 Uhr
Oldenburger trainieren in Stollhamm

Am Sonnabend, 19. Januar 2013, ab 13.00 Uhr, führt der Klootschießer-Landesverband Oldenburg (KLVO) auf dem Sportplatz in Stollhamm einen internen Wettkampf für die nominierten Feldkampfwerfer durch.
Sollten weitere Aktive sich mit dem Auswahlteam des KLVO messen wollen, so sind sie auch herzlich eingeladen, mitzuwerfen. Im Anschluss findet im Jugendheim Stollhamm, beim dortigen Sportplatz, eine kleine Siegereehrung statt.
Es gelten folgende Bedingungen: 5 Wurf mit Trüll – alle Würfe werden gewertet
Wertung erfolgt jeweils für die Jugend (375g), Junioren und Männer (475g).
Die Ergebnisse der Junioren zählen auch für die Männerklasse!
Käkler und Mäkler sind herzlich willkommen!
Info: Newsletter Rolf Blumenberg / Foto: Wolfgang Böning
Dienstag, 15. Januar 2013 - 23:05 Uhr
Das Gelände gibt noch keinen Feldkampf her

WBö Stollhamm, Mittwochmittag stand es endgültig fest: „Das Gelände lässt noch keinen Feldkampf zu“, so der Vorsitzende Ewald Haase, vom Ausrichter KBV Stollhamm. Haase, nahm zusammen mit seinen beiden Vereinskollegen, den beiden Bahnweisern, Rudi Milbrandt und Meinert Cornelius, sowie dem Kreisvorsitzenden von Butjadingen, Siegfried Hodel, das Gelände in Augenschein. Ewald Haase weiter: „ Mit dem Spaten konnte man noch relativ einfach durch den Boden stechen und die Eisschicht auf den Gräben ist erst 3 Zentimeter dick. Den Feldkampf unter diesen Bedingungen anzusetzen wäre nur eine „halbe“ Sache, und bringt nur Unmut und Ärger ein, was nicht sein muss, und das ist auch nicht in unserem Sinne.“ Ähnlich zeichnete sich das Urteil von den Ostfriesen, dem Feldobmann Joachim Schiffer und dem Jugendwart Eilert Taddigs ab, die das Gelände tags zuvor begutachtet hatten.
Im Vorfeld hatte der Vorsitzende vom Landesverband Ostfriesland, Johannes Trännapp schon mitgeteilt, dass die Landtagswahl, Helfer hier mit eingespannt, ein großes Hindernis, im Bezug Teamaufstellungen, vor allem bei den Männern bei den Ostfriesen sei. Durch die Wahl befürchtete man auch einen Zuschauerschwund. Eine Absage käme in Betracht so der Vorsitzende vom Landesverband Ostfriesland. Für den Vorsitzenden des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) Jan Dirk Vogts sieht die Landtagswahl nicht als Hindernis: „Wenn das Feld das hergibt muss geworfen werden“. Doch dieses Szenario ist seit Mittwochmittag „Schnee ( nicht genug Frost) von gestern“. Nun können die Friesensportler, sowie die „Käkler und Mäkler“ auf das übernächste Wochenende schauen. Die Großwetterlage lässt die Hoffnung für die Feldländerkämpfe weiterhin bestehen.